Neue Pflegefinanzierung: Einführung geglückt

Anlässlich einer Medienkonferenz wertete Regierungsrätin Kathrin Hilber mit den Verantwortlichen im Kanton St.Gallen das erste Vollzugsjahr der stationären Pflegefinanzierung aus. Der Start ist geglückt und die St.Galler Umsetzung ein Erfolgsmodell. Die AHV-Rente, die Hilflosenentschädigung, die neue Pflegefinanzierung und bei Bedarf auch Ergänzungsleistungen werden allesamt von der SVA St.Gallen an die Heimbewohnenden ausbezahlt. Pflegeheime und Bewohnende sind zufrieden mit dem einfachen St.Galler Modell, bilanzierten die Verantwortlichen des Kantons.

Die Pflegefinanzierung bedingte die Einführung einer neuen staatlichen Leistung unter enormem Zeitdruck und ist seit 1. Januar 2011 in Vollzug. Seither übernimmt nun auch der Staat Pflegekosten bei Heimbewohnenden und zwar unabhängig von deren finanziellen Situation. Dies war die damalige Vorgabe des Bundes zur Entlastung der sozialen Krankenversicherung und der Pflegebedürftigen. Heute zahlen Pflegebedürftige in Heimen maximal CHF 21.60 je Tag für die Pflege. Pension und Betreuung übernehmen sie selbst oder diese werden bei Bedarf über Ergänzungsleistungen gedeckt.

 

Einfaches Modell überzeugt

Entscheidend sei gewesen, dass auf bestehende Erfahrungen aufgebaut wurde, führte Ignaz Vinzens, Direktor der SVA St.Gallen, aus. Die AHV-Zweigstellen sind für Personen, die bislang keine staatlichen Mittel für die stationäre Pflege erhielten, erste Anlaufstelle. Die neu entwickelten IT-Instrumente sind einfach zu handhaben. Gerade auch die Pflegeheime könnten so mithelfen, dass die SVA St.Gallen rasch über die aktuellsten Daten verfügt. Wichtig war den St.Galler Projektverantwortlichen, dass die betagten Personen das Pflegeheim nach bisherigen Gesichtspunkten auswählen können. Zum Beispiel die Nähe zu Verwandten oder die rasche Verfügbarkeit eines Platzes unabhängig vom Standort. Deshalb muss die Pflegefinanzierung auch über die Kantonsgrenzen hinweg funktionieren, so Andrea Lübberstedt, Leiterin des Amtes für Soziales. Mit der konsequenten Ausrichtung des St.Galler Modells an den Bedürfnissen der Betagten und der Pflegeheime sei dies geglückt.

 

Demographie bewältigen

Da die Zahl der betagten Pflegebedürftigen stark ansteigen wird, rechnet der Kanton trotz Ausbau der ambulanten Angebote mit einem Zusatzbedarf von über 3000 Pflegeheimplätzen bis ins Jahr 2030. Die demographische Entwicklung ist eine Herausforderung für Kanton und Gemeinden. Dies vor allem, weil die Pflegefinanzierung auch für Personen geleistet werden muss, die mit Blick auf ihre finanziellen Möglichkeiten eigentlich keine staatliche Unterstützung benötigten. Deshalb besteht bei Regierungsrätin Kathrin Hilber die berechtigte Sorge, dass die Pflegefinanzierung für den Kanton zur Herkulesaufgabe wird. Wichtig bleibt für die Regierungsrätin aber, dass die Qualität der Pflege und Betreuung ob der Kostendiskussion nicht leidet. Dafür will sich der Kanton zusammen mit Gemeinden und Heimen einsetzen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bruno Leutenegger, Leiter der Ausgleichskasse der SVA St.Gallen, haben im Jahr 2011 über 6800 Anmeldungen verarbeitet. Maximal CHF 124.00 je Tag übernimmt der Staat für die Pflege. Im ersten Jahr wurden fast CHF 50 Mio. für St.Gallerinnen und St.Galler in Pflegeheimen durch die SVA St.Gallen ausbezahlt. Allein im Monat Dezember 2011 beliefen sich die Auszahlungen an Pflegebedürftige auf rund CHF 4,4 Mio. Rund zwei Drittel der aktuell über 3000 Bezügerinnen und Bezüger von Pflegefinanzierungsleistungen erhalten auch zusätzlich Ergänzungsleistungen vom Kanton. Dies vor allem für die weiteren Heimaufenthaltskosten wie Pension und Betreuung.

 
 

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