Beiträge der Arbeitnehmenden

In der Schweiz erwerbstätige Personen müssen auf ihrem Einkommen AHV-, IV- und EO-Beiträge entrichten. Zusätzlich besteht grundsätzlich auch eine Beitragspflicht für ALV-Beiträge (Arbeitslosenversicherung). Dies dient der Finanzierung der Sozialversicherungen. Diese Beiträge werden je zur Hälfte von Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden entrichtet. 


Die Beiträge der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden vom Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung abgezogen und zusammen mit dem Beitrag des Arbeitgebers an die Ausgleichskasse überwiesen.

 

Beitragspflicht

Eine Beitragspflicht besteht ab dem 1. Januar nach dem Vollenden des 17. Altersjahres. Bei einer Mitarbeit im Familienbetrieb werden bis zum 31. Dezember nach Vollendung des 20. Altersjahres nur Beiträge auf dem Barlohn erhoben. Die Beitragspflicht endet mit der Erwerbsaufgabe. 


Obligatorisch bei der AHV versichert sind
 

  • Frauen und Männer, die in der Schweiz erwerbstätig sind, also auch Grenzgänger und Gastarbeitende.
  • Personen, die in der Schweiz wohnen, also auch Kinder und andere Nichterwerbstätige wie Studierende, Rentner und Rentnerinnen, Hausfrauen und Hausmänner.

 
Grundsätzlich gehört zum beitragspflichtigen Erwerbseinkommen (massgebender Lohn) das gesamte Bar- und Naturaleinkommen (freie Unterkunft und Verpflegung) inkl. Gratifikation und der 13. Monatslohn. Dazu zählen auch Leistungen des Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses, soweit sie nicht aufgrund ihres Sozialleistungscharakters vom massgebenden Lohn ausgenommen sind. Die Leistungen, die Arbeitgebende übernehmen, indem sie die von den Arbeitnehmenden geschuldeten AHV/IV/EO/ALV-Beiträge und Steuern selbst tragen (Nettolohnvereinbarung), gehören zum massgebenden Lohn. Solche Nettolöhne sind in Bruttowerte umzurechnen.

Auch Verheiratete ohne Erwerbseinkommen unterstehen der Beitragspflicht. Sie müssen selber aber keine Beiträge bezahlen, wenn ihr Ehepartner erwerbstätig ist und auf seinem Einkommen mindestens den doppelten Mindestbeitrag (Mindestbeitrag = CHF 478.00) an die AHV entrichtet.


Erwerbstätige Rentnerinnen und Rentner haben einen Freibetrag von CHF 1400.00 im Monat oder CHF 16'800.00 pro Jahr, auf den keine Beiträge zu entrichten sind. Zudem sind die Löhne nicht mehr bei der Arbeitslosenversicherung zu deklarieren.

 

Geschuldete Beiträge

Der Beitragssatz beträgt:

AHV 8,4%
IV 1,4%
EO 0,45%
Total 10,25%

Die Beiträge werden je zu 5,125% von den Arbeitgebenden und den Arbeitnehmenden entrichtet. Dazu werden weitere 2,2% bis zu einer Jahreslohnsumme von CHF 148'200.00 sowie ab CHF 148'201.00 zusätzlich 1% als ALV-Betrag bezogen.


Alle Beiträge werden vom massgebenden Lohn abgezogen.

 

Weitere Informationen


Fragen und Antworten

  • Sind erwerbstätige Personen, die wegen Krankheit beurlaubt wurden, auch AHV-versichert?

    Bei einer krankheits- oder unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Monaten können Beitragslücken entstehen, wenn aus der Erwerbstätigkeit der jährliche Mindestbeitrag von CHF 478.00 (Ehepaare: CHF 956.00) nicht mehr bezahlt wird.

    Beitragslücken können zu Rentenkürzungen führen. Daher sollte man sich bei der kantonalen Sozialversicherungsanstalt, der Ausgleichskasse oder der Zweigstelle melden. Allenfalls müssen Beiträge für Nichterwerbstätige abgerechnet werden.

     
     
  • Müssen erwerbstätige Rentner und Rentnerinnen auch Beiträge bezahlen?

    Wer bereits eine ordentliche Altersrente bezieht, aber weiter erwerbstätig ist, muss weiterhin Beiträge bezahlen. Für diese erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner existiert ein Freibetrag von CHF 1400.00 im Monat oder CHF 16'800.00 pro Jahr, auf den keine Beiträge zu entrichten sind.

     
     
  • Wie ist die Versicherungsdeckung bei Wohnsitznahme im Ausland geregelt?

    Grundsätzlich ist man bei einer Wohnsitznahme im Ausland bei der AHV/IV nicht mehr versichert. Bürgerinnen und Bürger der Schweiz, der EU oder eines EFTA-Landes können sich jedoch der freiwilligen Versicherung anschliessen, wenn sie ihren Wohnsitz ausserhalb eines EU- oder EFTA-Staates haben. Die Beitrittserklärung muss bei der Schweizerischen Ausgleichskasse innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt des Ausscheidens aus der obligatorischen Versicherung eingereicht werden. Nach Ablauf dieser Frist ist ein Beitritt zur freiwilligen Versicherung nicht mehr möglich.
     

    Wer im Ausland für einen Schweizer Arbeitgeber arbeitet, kann weiterhin in der AHV, IV, EO und ALV versichert bleiben. Die Voraussetzungen sind, dass die Versicherungswilligen unmittelbar vor der Erwerbsaufnahme im Ausland oder unmittelbar vor Ablauf der Entsendung während 5 aufeinanderfolgenden Jahren in der AHV versichert waren. Das «Gesuch um Weiterführung der obligatorischen Versicherung» muss vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer innerhalb von 6 Monaten nach Erfüllung der Voraussetzungen der Ausgleichskasse eingereicht werden.

     
     
  • Ab welchem Einkommen müssen AHV-Beiträge bezahlt werden?

    Grundsätzlich müssen für alle Erwerbseinkommen Beiträge bezahlt werden, auch für gelegentliche oder «Bagatelllöhne». Bei Entgelten, die CHF 2300.00 im Jahr nicht übersteigen, werden die Beiträge nur auf Verlangen des Beitragspflichtigen erhoben. Der Grenzbetrag bezieht sich auf die reinen Entgelte. Übersteigt das Entgelt diesen Grenzbetrag, so ist der Beitrag auf dem vollen Entgelt zu entrichten.


    Für die im Privathaushalt beschäftigten Personen müssen die Beiträge in jedem Fall - ungeachtet der Einkommenshöhe - entrichtet werden (Reinigungs-, Haushalts- sowie Betreuungstätigkeiten, z.B. Betagten-, Kinder- oder Tierbetreuung). 

     

    Seit 1. Januar 2015 müssen junge Leute bis zum 31. Dezember des Jahres, in welchem sie das 25. Altersjahr vollenden, keine Beiträge entrichten, wenn ihr Einkommen aus einer Tätigkeit in Privathaushalten CHF 750.00 pro Jahr nicht übersteigt.

     
     
 

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