Information zu Familienzulagen (FamZ)

Familienzulagen sind eine Einkommensergänzung, die zu einem gewissen Lastenausgleich für Familien beitragen sollen. 

 

Ab dem Jahr 2013 sind die Familienzulagen für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige (FamZG) sowie für die Landwirtschaft (FLG) im Wesentlichen vereinheitlicht. Die Kantone können in ergänzenden Gesetzen lediglich noch bestimmen, dass Geburts- und Adoptionszulagen ausgerichtet werden und inwieweit die bundesrechtlichen Mindestansätze erhöht werden. Im Kanton St.Gallen werden die bundesrechtlich vorgeschrieben Kinder- und Ausbildungszulagen bezahlt, aber keine Geburts- und Adoptionszulagen.

 

Wer ist Erstanspruchsberechtigter?

Für jedes Kind darf nur eine Zulage ausgerichtet werden. Erfüllen mehrere Personen die Voraussetzungen für den Bezug von Familienzulagen, richtet sich der Anspruch nach der folgenden Reihenfolge, die nicht nur zwischen Mutter und Vater, sondern auch für andere Berechtigte massgebend ist:


  1. Die erwerbstätige Person.
  2. Die Person, welche die elterliche Sorge innehat oder bis zur Mündigkeit innehatte.
  3. Bei gemeinsamer elterlicher Sorge oder wenn keine der berechtigten Personen die elterliche Sorge hat, ist in erster Linie anspruchsberechtigt, wer überwiegend mit dem Kind zusammenlebt oder bis zu seiner Mündigkeit lebte; bei Trennung oder Scheidung hat deshalb in erster Linie Anspruch, wer das Kind bei sich betreut.
  4. Leben beide Eltern mit dem Kind zusammen, was bei verheirateten Eltern die Regel ist, so hat Vorrang, wer im Wohnsitzkanton des Kindes arbeitet.
  5. Arbeiten beide oder arbeitet keiner der Elternteile im Wohnsitzkanton des Kindes, so bezieht die Familienzulagen, wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hat.
  6. Bezieht keiner ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, so hat Vorrang, wer das höhere Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit bezieht.

Die zweitanspruchsberechtigte Person hat Anspruch auf den entsprechenden Differenzbetrag, wenn die gesetzlichen Familienzulagen in ihrem Kanton höher sind als im Kanton, in dem die Familienzulagen vorrangig ausgerichtet werden. Für Nichterwerbstätige besteht kein Anspruch auf Differenzzahlung.

 

Familienzulagenregister

Alle zugesprochenen Familienzulagen werden ab 1. Januar 2011 in einem zentralen Register erfasst. Primäres Ziel des Familienzulagenregisters ist die Verhinderung von Doppelbezügen. Für Veränderungen, welche den Zulagenanspruch beeinflussen, steht für die Bezügerinnen und Bezüger sowie für alle Arbeitgebenden auf unserer Internetseite im Online-Schalter ein Mutationsformular bereit.

Das Familienzulagenregister ist für die Öffentlichkeit eingeschränkt zugänglich. Es kann eingesehen werden, ob für ein Kind eine Familienzulage bezogen wird und welche Stelle diese ausrichtet. Voraussetzung ist, dass die Versichertennummer und das Geburtsdatum des Kindes bekannt sind. Der Zugang ist über die Internetadresse www.infoafam.zas.admin.ch möglich.

 
 

Inhaltssuche

Gut zu wissen

  • Servicenummern

    Servicenummern
    Haben Sie Fragen zu unseren Produkten?

AHVeasy

Unser neues Onlineportal AHVeasy ersetzt das Partnerweb für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

 

Extranet

für die AHV-Zweigstellen und externe Partner

 
 
 
Logo SQS-Zertifizierung und Logo Datenschutzgütesiegel

Adresse
SVA St.Gallen
Brauerstrasse 54
9016 St.Gallen

 

Öffnungszeiten
Montag–Freitag
08:00–11:30 Uhr
13:30–17:00 Uhr

 

Telefon/Telefax
Tel. 071 282 66 33
Fax 071 282 69 10

 

Kontaktinformationen
Anfahrtsplan
Kontaktformular
Impressum