Corona-Entschädigung für weitere Personenkreise

4. November 2020

Am Mittwoch hat der Bundesrat eine Erweiterung der Personen­kreise für die Corona-Entschädigung kommuniziert. Die Ansprüche können rückwirkend auf den 17. September 2020 geltend gemacht werden.

Das vom Parlament verabschiedete Covid-19-Gesetz regelt die Fort­führung von Mass­nahmen der Ent­schädigung des Erwerbs­ausfalls. Der Bundesrat hat nun an seiner Sitzung vom 4. November 2020 die ent­sprechenden Verordnungs­änderungen verabschiedet. Die neue Regelung tritt rückwirkend auf den 17. September 2020 in Kraft und ist befristet auf den 30. Juni 2021.

Neu können folgende Personen Corona-Erwerbsersatz beziehen:

Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion bei Betriebsschliessung

Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn sie ihre Tätigkeit auf Anordnung der Behörden einstellen mussten. Bei einer Betriebs­schliessung besteht der Anspruch für die Dauer der Schliessung. 

Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion bei Veranstaltungsverbot

Neu haben auch Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz bei einem behördlichen Veranstaltungs­verbot, wenn sie für diese Veranstaltung eine Leistung erbracht hätten.

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion mit massgeblicher Umsatzeinbusse

Neu haben Personen einen Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, deren Erwerbs­tätigkeit wegen Mass­nahmen gegen das Corona-Virus mass­geblich eingeschränkt ist und die eine Lohn- oder Einkommens­einbusse erleiden. Die mass­gebliche Einschränkung ist definiert durch einen Umsatz­verlust von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum Durch­schnitt der Jahre 2015 bis 2019.

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