Anpassungen beim Corona-Erwerbsersatz

28. April 2021

Damit ein Anspruch aufgrund einer erheblichen Umsatzeinbusse geltend gemacht werden kann, wird die für den Leistungsbezug nötige Umsatz­einbusse von 40 auf 30 Prozent gesenkt. Diese Senkung gilt seit dem 1. April 2021.

Die Umsatz­einbusse von 40 Prozent galt für die Zeit vom 19. Dezember 2020 bis Ende März 2021. Verglichen wird der Umsatz respektive die Einbusse mit den durchschnittlichen Monats­umsätzen der Jahre 2015 bis 2019 oder während der tatsächlichen Dauer der Geschäfts­tätigkeit. Zudem muss das AHV-pflichtige Erwerbs­einkommen im Jahr 2019 mindestens 10'000 Franken betragen haben.

Voller Anspruch auch bei offenem Aussenbereich

Seit 19. April 2021 dürfen Gastrobetriebe ihre Aussen­bereiche wieder öffnen. Eine solche Öffnung hat keinen Einfluss auf die Leistungen wegen einer angeordneten Betriebs­schliessung. Das heisst, dass solche Selbständig­erwerbende und Personen in arbeitgeber­ähnlicher Stellung wie bis anhin ihre Ansprüche geltend machen können.

Anspruchsverlängerung bei den gefährdeten Personen

Zudem hat der Bundesrat den Leistungsanspruch für besonders gefährdete Personen bis 31. Mai 2021 unter Voraussetzung der Homeoffice­pflicht verlängert. Besonders gefährdete Personen, die bereits eine Corona-Entschädigung erhalten, müssen nichts unternehmen. 

Wichtig zu wissen ist, dass Personen nicht mehr als gefährdet gelten, sobald die zweite Covid-Impfung 15 Tage zurückliegt. Ab diesem Zeit­punkt besteht kein Anspruch mehr auf den Corona-Erwerbsersatz. Die Arbeitgeber sind verpflichtet dies der SVA St.Gallen zu melden, damit der Leistungs­bezug eingestellt werden kann. Zu Unrecht ausgerichtete Corona-Entschädigungen sind in jedem Fall zurück­zuerstatten.

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