Entschädigung für besonders gefährdete Personen

Besonders gefährdete Personen können neu Anspruch auf eine Entschädigung haben, wenn sie ihre Erwerbs­tätigkeit unter­brechen müssen.

Anspruch

Ein Anspruch auf die Entschädigung besteht, wenn jemand als besonders gefährdete Personen die Erwerbs­tätigkeit unterbrechen muss, da am Arbeits­platz kein angemessener Schutz garantiert werden kann sowie keine alternative Tätigkeit oder Home­office möglich ist.

Als besonders gefährdete Personen gelten:

  1. Schwangere
  2. Nicht geimpfte Personen, die insbesondere an einer der folgenden Erkrankungen leiden (Details siehe Anhang 7 der Covid-19-Verordnung 3): 
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • chronische Atemwegserkrankungen
  • Erkrankungen und Therapien, die das Immunsystem schwächen
  • Krebs unter medizinischer Behandlung
  • Adipositas (BMI über 35kg/m2)


Der Anspruch erlischt bei Wiederaufnahme der Tätigkeit, spätestens aber am 30. Juni 2021

Berechnung

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des letzten durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Bei Arbeitnehmenden basiert die Berechnung auf den letzten drei Monaten vor dem Ereignis und bei Selbständigerwerbenden auf der aktuellsten Beitragsverfügung (Akontorechnung) für das Jahr 2019 – unabhängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständigerwerbenden bereits eine Corona Erwerbsersatzentschädigung bezogen, werden alle nachfolgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.


    Anmeldung / Auszahlung

    Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantragen.

    Für die gesamte Bezugsdauer muss eine Anmeldung eingereicht werden. Mit dem Anmeldeformular müssen die folgenden Beilagen hochgeladen werden:

    • Arztzeugnis, welches die Zugehörigkeit zur Gruppe der besonders gefährdeten Personen bestätigt
    • Arbeitnehmende: Bestätigung des Arbeitgebers, dass keine zumutbare Ersatzarbeit zugewiesen werden und die Tätigkeit nicht im Homeoffice verrichtet werden kann