Entschädigung wegen ärztlich angeordneter Quarantäne

Wenn Sie die Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten, weil Sie in Quarantäne gehen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall. Er besteht allerdings nur für Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber mit einer positiv getesteten Person oder einem Verdachtsfall in Quarantäne sind. Die Quarantäne muss zudem von einem Arzt, einer Ärztin ausdrücklich verordnet sein.

Anspruch

Wer in Quarantäne ist und deswegen die Erwerbstätigkeit unterbrechen muss, kann entschädigt werden. 

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden.

Wenn die Arbeit von zuhause aus möglich ist (Homeoffice), besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Berechnung

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des letzten durchschnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbseinkommens, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Bei Arbeitnehmenden basiert die Berechnung somit auf den letzten drei Monaten vor dem Ereignis und bei Selbständigerwerbenden auf der aktuellsten Beitragsverfügung (Akontorechnung) für das Jahr 2019 – unabhängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständigerwerbenden bereits eine Corona Erwerbsersatzentschädigung bezogen, werden alle nachfolgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.

    Anmeldung/Auszahlung

    Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantragen. Die Entschädigung geht anschliessend direkt an die anspruchsberechtigte Person. Bei Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber kann dieser den Anspruch geltend machen. Sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmende haben die Möglichkeit, eine Anmeldung einzureichen.

    Häufige Fragen