Entschädigung wegen ärztlich angeordneter Quarantäne

Wenn Sie die Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten, weil Sie in Quarantäne gehen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbsausfall. Er besteht allerdings nur für Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber mit einer positiv getesteten Person oder einem Verdachtsfall in Quarantäne sind. Die Quarantäne muss zudem von einem Arzt, einer Ärztin ausdrücklich verordnet sein.

Anspruch

Wer in Quarantäne ist und deswegen die Erwerbstätigkeit unterbrechen muss, kann entschädigt werden. 

Ein Anspruch besteht für jene, die zum Zeitpunkt des Erwerbsunterbruchs

  • obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
  • einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, also frühestens am 17. März 2020 (dem Tag, an dem die vorliegende Entschädigung in Kraft getreten ist). Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber, sobald 10 Taggelder ausgerichtet wurden.

Wenn die Arbeit von zuhause aus möglich ist, besteht kein Anspruch auf Entschädigung. Ebenfalls besteht für Nichterwerbstätige kein Anspruch.

Berechnung

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des durchschnittlichen Bruttoerwerbseinkommens, das vor Beginn des Anspruchs auf die Entschädigung erzielt wurde, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Den Höchstbetrag des Taggeldes erreichen Arbeitnehmende mit einem durchschnittlichen Monatslohn von CHF 7350 (7350 X 0,8 / 30 Tage = 196 CHF/Tag).

    Anmeldung/Auszahlung

    Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung zwingend bis am 16. September 2020 bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichskasse beantragen. Die Entschädigung geht anschliessend direkt an die anspruchsberechtigte Person. 

    Häufige Fragen