Entschädigung aufgrund einer Quarantäne

Ein Anspruch auf die Corona-Entschädigung besteht nur, wenn die Quarantäne aufgrund eines Kontakts mit einer positiv getesteten Person durch das Kantonsarztamt angeordnet wurde.

Wenn Sie die Erwerbstätigkeit unterbrechen mussten, weil Sie in Quarantäne gehen mussten, haben Sie Anspruch auf Entschädigung für den Erwerbs­ausfall. Er besteht allerdings nur für Personen, die nicht selber am Virus erkrankt sind, aber mit einer positiv getesteten Person oder einem Verdachts­fall in Quarantäne sind.

Personen, welche vollständig geimpft sind oder die sich mit Sars-CoV-2 angesteckt haben und genesen sind, müssen sich nicht in Quarantäne begeben. Bezüglich der Modalitäten und Dauer der Quarantäne gelten die Vorschriften des BAG (Isolation und Quarantäne admin.ch). Ohne anders­lautenden Entscheid der zu­ständigen kantonalen Behörde entfällt die Kontakt­quarantäne zudem während der Ausübung der beruflichen Tätigkeit und auf dem Arbeitsweg für Mitarbeitende in Betrieben, in denen die Person gezielt und repetitiv getestet wird. Für diese Personengruppen besteht kein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz.

Wer aufgrund einer Anordnung des Kantonsarztamtes in Quarantäne ist und deswegen die Erwerbstätigkeit unterbrechen muss, kann entschädigt werden.

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchs­voraussetzungen erfüllt sind. Der Anspruch endet mit Aufhebung der Quarantäne, spätestens aber sobald

  • 10 Taggelder (Quarantänebeginn bis 7. Februar 2021)
  • 7 Taggelder (Quarantänebeginn ab 8. Februar 2021)
  • 5 Taggelder (Quarantänebeginn ab 13. Januar 2022 oder in Ausnahmefällen Anzahl Taggelder gemäss Quarantäneanordnung ab 25. Januar 2022)

ausgerichtet wurden.

Wenn die Arbeit von zuhause aus möglich ist (Home­office), besteht kein Anspruch auf Entschädigung.

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des letzten durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbs­ein­kommens, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Bei Arbeit­nehmenden basiert die Berechnung somit auf den letzten drei Monaten vor dem Ereignis und bei Selb­ständig­erwerben­den auf der aktuellsten Beitrags­verfügung (Akonto­rechnung) für das Jahr 2019 – unab­hängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständig­erwerbenden bereits eine Corona Erwerbs­ersatz­entschädigung bezogen, werden alle nach­folgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.

    Anspruchsberechtigte müssen die Ent­schädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Aus­gleichs­kasse beantragen. Die Ent­schädigung geht an­schliessend direkt an die anspruchs­berechtigte Person. Bei Lohn­fort­zahlung durch den Arbeit­geber kann dieser den Anspruch geltend machen. Sowohl Arbeit­geber als auch Arbeit­nehmende haben die Möglichkeit, eine An­meldung einzureichen.