Selbständigerwerbende / Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion haben, unabhängig der Branche, Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie wegen behördlich angeordneter Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

  • ihren Betrieb schliessen mussten.

  • vom Veranstaltungsverbot betroffen sind oder Veranstaltungen absagen mussten.

  • ihre Erwerbstätigkeit massgeblich einschränken müssen. 

    Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion, die pro Monat eine im entsprechenden Antragsmonat erforderliche Umsatzeinbusse im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz der Jahre 2015 bis 2019 hatten, können eine Corona-Entschädigung beantragen. Dabei wird unterschieden:

    a) Umsatzeinbusse von mindestens 55 Prozent zwischen 17. September und 18. Dezember 2020
    b) Umsatzeinbusse von mindestens 40 Prozent zwischen 19. Dezember 2020 und 31. März 2021
    c) Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent ab 1. April 2021

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. Im Falle eines Veranstaltungsverbots gilt der Anspruch für den ganzen Monat, in welchem die abgesagte Veranstaltung stattgefunden hätte.

Der Anspruch endet, wenn die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbs­ausfall mehr vorliegt. Die Entschädigung muss grundsätzlich für jeden Kalender­monat neu beantragt werden. Für den Zeitraum 17. September 2020 bis 31. Oktober 2020 reicht eine Anmeldung.

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des Lohnausfalls im Antragsmonat im Vergleich zum durchschnittlichen AHV-pflichtigen Monats­einkommen im Jahr 2019, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Der Maximal­betrag des Tag­geldes beträgt CHF 196, was einem Lohn­ausfall von CHF 7350 monatlich entspricht (7 350 x 0,8 / 30 Tage = 196 CHF/Tag).

Bei Selbständigerwerbenden basiert die Berechnung  auf der aktuellsten Beitrags­verfügung (Akonto­rechnung) für das Jahr 2019 – unab­hängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständig­erwerbenden bereits eine Corona Erwerbs­ersatz­ent­schädigung bezogen, werden alle nach­folgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.

Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichs­kasse beantragen. Die Leistungen werden monatlich rückwirkend ausbezahlt.