Selbständigerwerbende mit Erwerbs­ausfall

Selbständigerwerbende haben, unabhängig der Branche, Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie wegen behördlich angeordneter Mass­nahmen zur Bekämpfung des Corona­virus ihren Betrieb schliessen oder Ver­anstaltungen absagen mussten.

Anspruch

Der Anspruch bei Betriebs­schliessungen beginnt am Tag, an dem die Erwerbs­tätigkeit aufgrund der behördlichen Anordnung nicht mehr ausgeführt werden durfte. Im Falle eines Veranstaltungs­verbots gilt der Anspruch für die Dauer der Veranstaltung. Ebenfalls entschädigt werden die bereits geleisteten Vorbereitungs­arbeiten.

Die Entschädigung muss für jede Betriebs­schliessung und für jede ab­gesagte Veranstaltung einzeln an­gemeldet werden. Es findet keine automatische Verlängerung statt.

Berechnung

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des letzten durch­schnittlichen AHV-pflichtigen Erwerbs­einkommens, höchstens aber CHF 196 pro Tag.

Bei Arbeitnehmenden basiert die Berechnung somit auf den letzten drei Monaten vor dem Ereignis und bei Selb­ständig­erwerbenden auf der aktuellsten Beitrags­verfügung (Akonto­rechnung) für das Jahr 2019 – unab­hängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständig­erwerbenden bereits eine Corona Erwerbs­ersatz­ent­schädigung bezogen, werden alle nach­folgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.

Anmeldung / Auszahlung

Anspruchsberechtigte müssen die Ent­schädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zu­ständigen Aus­gleichs­kasse beantragen.

Häufige Fragen