Selbständigerwerbende / Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion

Selbständigerwerbende und Personen in arbeitgeberähnlicher Funktion haben, unabhängig der Branche, Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie wegen behördlich angeordneter Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

  • Ihre Erwerbs­tätigkeit im Veranstaltungsbereich aufgrund von vor dem 17. Februar 2022 auf kantonaler oder auf Bundes­ebene beschlossener Mass­nahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erheblich ein­schränken müssen.

    Selbständig­erwerbende und Personen in arbeitgeber­ähnlicher Funktion, die pro Monat eine im ent­sprechenden Antrags­monat erforderliche Umsatz­einbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durch­schnittlichen Umsatz der Jahre 2015 bis 2019 hatten, können eine Corona-Entschädigung beantragen.

Der Anspruch beginnt am Tag, an dem alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind. 

Der Anspruch endet spätestens am 30. Juni 2022 oder wenn die Massnahme aufgehoben wurde oder kein Erwerbs­ausfall mehr vorliegt. Die Entschädigung muss grundsätzlich für jeden Kalender­monat neu beantragt werden. 

Die Entschädigung beträgt 80 Prozent des Lohnausfalls im Antragsmonat im Vergleich zum durchschnittlichen AHV-pflichtigen Monats­einkommen im Jahr 2019, höchstens aber CHF 196 pro Tag. Der Maximal­betrag des Tag­geldes beträgt CHF 196, was einem Lohn­ausfall von CHF 7350 monatlich entspricht (7 350 x 0,8 / 30 Tage = 196 CHF/Tag).

Bei Selbständigerwerbenden basiert die Berechnung  auf der aktuellsten Beitrags­verfügung (Akonto­rechnung) für das Jahr 2019 – unab­hängig davon, ob diese provisorisch oder definitiv ist. Wurde von Selbständig­erwerbenden bereits eine Corona Erwerbs­ersatz­ent­schädigung bezogen, werden alle nach­folgenden Ansprüche auf der gleichen Basis entschädigt.

Anspruchsberechtigte müssen die Entschädigung bei der SVA St.Gallen bzw. ihrer zuständigen Ausgleichs­kasse beantragen. Die Leistungen werden monatlich rückwirkend ausbezahlt.