Hilfsmittel / Medizinische Massnahmen

Versicherte Personen, die zur Bestreitung des Alltags resp. für die Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) auf Hilfsmittel angewiesen sind, erhalten diese von der Invalidenversicherung finanziert.

Versicherte bis zum Erreichen des 20. Altersjahrs haben bei anerkannten Geburtsgebrechen Anspruch auf Kostenübernahme der Leidensbehandlungen (z.B. Medikamente, Operationen). Zusätzlich können medizinische Massnahmen (z.B. Therapien) übernommen werden, wenn sie ausschliesslich die berufliche Eingliederung zum Ziel haben.

Hilfsmittel

Versicherte Personen, die für ihre Erwerbstätigkeit, die Tätigkeit im Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) oder für die Aus- und Weiterbildung auf Hilfsmittel angewiesen sind, erhalten diese von der Invalidenversicherung.

Zudem können Hilfsmittel durch die Invalidenversicherung finanziert werden, die

  • für die Fortbewegung;
  • Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt;
  • oder für die Selbstsorge benötigt werden.

Bisher über die IV bezogene Hilfsmittel können im AHV-Alter weiterhin beansprucht werden (Besitzstand).

Ein erstmaliger Hilfsmittelbezug ist auch im AHV-Alter möglich, sofern das Hilfsmittel im Leistungskatalog der Altersversicherung aufgeführt ist. In diesen Fällen besteht generell ein Selbstbehalt von 25%.

Falls kein Anspruch auf das gewünschte Hilfsmittel besteht, können sich Versicherte für eine leihweise Abgabe oder Kostenbeiträge an Hilfswerke (z.B. Pro Infirmis) oder die zuständige Krankenkasse wenden.

Anmeldung

Versicherte, die einen Anspruch auf Hilfsmittel geltend machen wollen, müssen sich mit dem entsprechenden Formular bei der IV-Stelle des Wohnkantons anmelden.

Medizinische Massnahmen

Als medizinische Eingliederungsmassnahmen für Versicherte vor Vollendung des 20. Altersjahres gelten namentlich chirurgische, physiotherapeutische und psychotherapeutische Vorkehren. Sie haben das Ziel, eine Beeinträchtigung der Körperbewegung, der Sinneswahrnehmung oder der Kontaktfähigkeit zu beheben oder zu mildern.

Kosten werden übernommen, wenn diese Massnahmen unmittelbar auf die berufliche Eingliederung gerichtet sind und zur Erhaltung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wesentlich beitragen.

Die IV übernimmt auch die Kosten der medizinischen Behandlung von anerkannten Geburtsgebrechen. Voraussetzung dafür ist, dass diese Massnahmen vor Vollendung des 20. Altersjahres durchgeführt werden. Die anerkannten Geburtsgebrechen sind in einer vom Bundesrat erstellten Liste aufgeführt.

Für über 20-jährige versicherte Personen werden von der IV keine medizinischen Massnahmen ausgerichtet. Zuständig ist dann die Kranken- oder Unfallversicherung.