Altersrente

Anspruch

Jede Person mit einem vollen Beitragsjahr hat Anspruch auf eine Altersrente.

Es bestehen drei Möglichkeiten ein solches volles Beitragsjahr zu erreichen:

 

  • Die versicherte Person hat während insgesamt eines Jahres Beiträge geleistet.
  • Der erwerbstätige Ehegatte einer versicherten Person hat mindestens während eines Jahres den doppelten Mindestbetrag (Mindestbeitrag = CHF 478.00) entrichtet.
  • Es können Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden.


Eine dieser drei Bedingungen muss erfüllt sein.

Im Rahmen des flexiblen Rentenalters können versicherte Personen den Bezug der Altersrente vorziehen oder aufschieben. Die Rente kann um 1 oder 2 Jahre vorbezogen oder um 1 bis 5 Jahre aufgeschoben werden. Ein Aufschub ist nicht möglich, wenn die berechtigte Person bisher bereits eine Invalidenrente bezogen hat oder zur Altersrente eine Hilflosenentschädigung gewährt wird.

 

Berechnung

Die Berechnung der ordentlichen Rente richtet sich nach 
 

  • den Beitragsjahren,
  • dem Erwerbseinkommen,
  • den Betreuungs- und Erziehungsgutschriften


Eine lückenlose Beitragsdauer führt zu einer Vollrente der AHV. Diese Vollrente beläuft sich auf mindestens CHF 1175.00 und höchstens CHF 2350.00 monatlich. Die Höhe hängt vom Durchschnittseinkommen ab. Eine vollständige Beitragsdauer ist gegeben, wenn ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag bis zum Zeitpunkt des Rentenanspruchs durchgehend Beitragszeiten angerechnet werden können. Wer Kinder hat, erhält Erziehungsgutschriften. Personen, die pflegebedürftige Verwandte im gleichen Haushalt betreuen, können Betreuungsgutschriften beanspruchen.

Weiter wird auf das massgebende durchschnittliche Jahreseinkommen abgestellt. Dieses wird aufgrund der Lohnmeldungen an die Ausgleichskassen ermittelt. Je nach Jahrgang wird das Einkommen mit dem sogenannten Aufwertungsfaktor erhöht, womit der Lohn- und Preisentwicklung während der vergangenen Jahre Rechnung getragen wird. Aufgrund des so ermittelten durchschnittlichen Jahreseinkommens und der entsprechenden Rentenskala wird dann die Rente berechnet. Bei einem Vorbezug resp. Aufschub der Altersrente wird diese während der ganzen Dauer des Rentenbezuges gekürzt resp. erhöht.

 

Plafonierung

Die Summe der beiden Einzelrenten eines Ehepaars darf nicht grösser sein als 150% der Maximalrente. Wird dieser Höchstbetrag überschritten, werden die beiden Einzelrenten entsprechend gekürzt.


Eine Plafonierung der Renten findet nicht statt, wenn entweder der gemeinsame Haushalt durch einen richterlichen Entscheid aufgehoben wurde, oder wenn ein Ehegatte eine Altersrente und der andere eine halbe oder Viertelsrente der IV bezieht.

 

Rentenschätzung

Die Rentenschätzung gibt Auskunft über voraussichtlich zu erwartende Renten der AHV. Sie zeigt auf, mit welchen Rentenbeträgen bei der Pensionierung gerechnet werden kann. Die Schätzung ist nicht verbindlich.

 

Anmeldung

Wer seine Altersrente beziehen möchte, muss den Anspruch anmelden. Es ist empfehlenswert, die Anmeldung drei bis vier Monate vor dem Erreichen des Rentenalters einzureichen. Die gleiche Frist empfiehlt sich bei einem Vorbezug. Ein Aufschub muss innerhalb eines Jahres seit Beginn der Rentenberechtigung erklärt werden. Die für die Anmeldung notwendigen Formulare sind bei den Ausgleichskassen und AHV-Zweigstellen erhältlich.
 
Je nach ihrer Lebenssituation ist zu beachten, dass sich

 

  • Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige bei jener Ausgleichskasse anmelden müssen, die vor dem Eintritt des Rentenfalles die Beiträge entgegengenommen hat. Der Arbeitgeber gibt Auskunft über deren Adresse.
  • verheiratete Personen, deren Ehegatte bereits rentenberechtigt ist, bei jener Ausgleichskasse anmelden müssen, welche die Rente des Ehegatten auszahlt.
  • Personen, die keine Beiträge entrichtet haben, bei ihrer kantonalen Ausgleichskasse oder deren AHV-Zweigstellen anmelden müssen.
 

Auszahlung

Anders als die Lohnzahlungen während des Erwerbslebens werden die Altersrenten im Voraus ausbezahlt. Die AHV-Verordnung regelt, dass die Rente bis spätestens am 20. des jeweiligen Monats bei der berechtigten Person eintreffen muss. In der Praxis erhalten die meisten Rentnerinnen und Rentner ihre Rente bereits in den ersten sieben Arbeitstagen des Monats.

 

Auszahlungstermine

 

Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten der SVA St.Gallen erhalten für relevante Zahlungen einen Steuerausweis. Die Steuerausweise vom Vorjahr werden jeweils bis am 31. Januar verschickt. Für die Nachbestellung eines Steuerausweises können Sie unser Online-Formular benutzen.

 

Bestellung Steuerausweis

 

Weitere Informationen


Fragen und Antworten

  • Kann eine AHV-Rente vorbezogen werden?

    Ja, die Altersrente kann um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden. Auch wenn eine Altersrente vorbezogen wird, müssen die AHV-Beiträge trotzdem bis zum Erreichen des ordentlichen Rentenalters bezahlt werden.
     
     
  • Erhält eine versicherte Person für die Betreuung von Pflegekindern Erziehungsgutschriften?

    Nein, für die Betreuung von Pflegekindern können keine Erziehungsgutschriften ausgerichtet werden. Die Erziehungsgutschriften werden nur für die Zeit angerechnet, während der die versicherte Person die elterliche Sorge über eines oder mehrere Kinder ausgeübt und die Kinder das 16. Altersjahr noch nicht erreicht haben. Die Feststellung der elterlichen Sorge lässt sich anhand von öffentlichen Urkunden einfach belegen. Unterschiedlich ist die Situation hingegen in der Regel bei Pflegekindverhältnissen. Da die Erziehungsgutschriften erst im Zeitpunkt der Rentenfestsetzung angerechnet werden, wäre es häufig schwierig, rückwirkend das Vorhandensein eines unter Umständen schon Jahre zurückliegenden Pflegekindverhältnisses und seine Unentgeltlichkeit zu überprüfen.


    Zudem wirkt sich diese Regelung bei den beiden häufigsten Pflegeverhältnissen nicht nachteilig aus. Bei Stiefkindern wird die Erziehungsgutschrift wie ein Erwerbseinkommen gesplittet. Bei einem Pflegeverhältnis im Hinblick auf eine künftige Adoption stellt sich die Frage einer Erziehungsgutschrift ebenfalls nicht, da eine Adoption das Kindschaftsverhältnis rückwirkend entstehen lässt.

     
     
  • Bis wann sind Kontoänderungen für den nächsten Monat der SVA St.Gallen mitzuteilen?

    Wir können neue Angaben für den nächsten Auszahlungstermin berücksichtigen, wenn uns Ihre Mitteilung bis am 26. des Vormonats erreicht.

     
     
 

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