Selbständigerwerbende

Selbständigerwerbende sind für die Zahlung der Beiträge selber verantwortlich. Als selbständig erwerbend gilt, wer unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung arbeitet sowie in unabhängiger Stellung ist und das wirtschaftliche Risiko selbst trägt.

Ob jemand im Sinn der AHV selbständig erwerbend ist, muss im Einzelfall geprüft werden.

Jede selbständige Erwerbstätigkeit ist bei der AHV-Ausgleichskasse am Geschäftssitz anzumelden.

Beitragspflicht

Im Unterschied zu Angestellten müssen Selbständigerwerbende ihre Sozialversicherungsbeiträge in ganzer Höhe selber bezahlen.

Der Beitrag liegt bei 9,65% vom im Beitragsjahr erzielten Einkommen. Er setzt sich zusammen aus Beiträgen an die AHV (7,8%), an die IV (1,4%) und an die EO (0,45%). Für Jahreseinkommen von weniger als CHF 56'400 gilt ein tieferer Beitragssatz. Bei einem Jahreseinkommen von weniger als CHF 9400 muss lediglich der Mindestbetrag von CHF 478 bezahlt werden.

Die SVA St.Gallen stellt Ihnen einen Online-Rechner zur Verfügung. Mit diesem Rechner können Sie die zu erwartende Höhe der AHV/IV/EO-Beiträge berechnen.

Familienzulagen

Selbständigerwerbende sind seit 2013 FAK-beitragspflichtig. Mit diesem Beitrag werden die Familienzulagen für Selbständigerwerbende finanziert. Das beitragspflichtige Einkommen ist auf den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der Unfallversicherung von CHF 148'200 plafoniert. Der Beitragssatz beträgt 1,0%.

Bezugsverfahren

Im Jahr der Erwerbsaufnahme werden die Beiträge aufgrund einer Selbsteinschätzung erhoben. Die Beiträge für die folgenden Jahre werden provisorisch aufgrund der für das vorangegangene Jahr massgebenden Zahlen erhoben (Akonto-Zahlungen).

Bei grösseren Abweichungen können die Akonto-Beiträge unter Angabe des Einkommens sowie des investierten Eigenkapitals jederzeit den aktuellen Verhältnissen angepasst werden.

Die Beiträge werden aufgrund der Meldungen des kantonalen Steueramts definitiv festgesetzt. Die Ausgleichskasse berechnet die Differenz zwischen den bezahlten Akonto-Beiträgen und den definitiven Beiträgen.

Sind diese auszugleichenden Beiträge um mindestens 25% höher als die bereits geleisteten Akonto-Zahlungen, so wird auf der Differenz ein Verzugszins erhoben.

Kapitalgewinne, insbesondere Liquidationsgewinne bei Geschäftsaufgabe, gehören zum selbständigen Erwerbseinkommen. Dies gilt auch dann, wenn die selbständige Erwerbstätigkeit bereits früher aufgegeben wurde.