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Pflegefinanzierung (PF)

Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflege­heimen haben einen begrenzten Anteil der Pflege­kosten zu bezahlen. Die restlichen Pflege­kosten werden vom Staat finanziert.                           

Betreuungs- und Aufenthalts­kosten werden vom Bewohner oder der Bewohnerin selbst oder über die Ergänzungs­leistungen bezahlt.

Anspruch

Ein Anspruch besteht für Personen, die in ein kantonal anerkanntes Alters- und Pflege­heim eintreten und in der Schweiz grund­versichert sind. 

Der Antrag für die Fest­setzung und Ausrichtung des staatlichen Anteils an die Pflege­kosten muss vor Heim­eintritt schriftlich bei der Wohn­gemeinde angemeldet werden.

Um die Finanzierung der Pflege­kosten sicherzustellen, ist beim erstmaligen Heimeintritt eine Wohnsitz­bescheinigung der bisherigen Wohn­gemeinde einzureichen. Wer vor dem Heim­eintritt nicht im Kanton St.Gallen gewohnt hat, kann sich an die zuständige Stelle im bisherigen Wohn­kanton wenden.

Berechnung

Die Pflegekosten inklusive MiGeL ohne Berücksichtigung von Unterkunft, Verpflegung und Betreuung sind massgeblich für die Berechnung der Vergütung.

Von diesen Pflegekosten werden der Beitrag der Kranken­versicherung und der Selbst­behalt des Versicherten (maximal CHF 23.00 pro Tag) abgezogen. Zudem dürfen die gesamten Pflege­kosten den kantonal geregelten Maximal­ansatz nicht übersteigen.

Berechnungsbeispiel

Pflegekosten im Heim (Tagestaxe Pflegestufe 12 inkl. MiGel)

CHF 290.50

abzüglich Anteil Krankenversicherung (max. CHF 115.20 pro Tag)

– CHF 115.20

Zwischentotal

CHF 175.30

Selbstbehalt (max. 20% von CHF 115.20 pro Tag)

– CHF 23.00

Restkosten pro Tag

CHF 152.30

Die Restkosten werden dem Leistungserbringer (Heim/Tagesstruktur) von der SVA St.Gallen vergütet (Anmeldung durch Heimbewohnende nötig).

Anmeldung

Bezügerinnen und Bezüger von Ergänzungs­leistungen müssen sich nicht separat für den Bezug der staatlichen Rückvergütung an die Pflegekosten anmelden.

Wer keine Ergänzungs­leistungen bezieht, muss sich über die AHV-Zweigstelle der Wohn­sitzgemeinde anmelden.

Der Anspruch kann maximal für sechs Monate rückwirkend geltend gemacht werden.

Auszahlung

Der staatliche Rückerstattungs­betrag an die Pflege­kosten wird jeden Monat gleichzeitig mit weiteren Leistungen (Renten, allfällige Ergänzungs­leistungen und Hilflosen­entschädigung) direkt ausbezahlt.

Die Pflegefinanzierung wird rück­wirkend bezahlt – das heisst, das beispielsweise im April die Pflege­finanzierung für den März ausbezahlt wird.

Meldepflicht

Sämtliche Änderungen (Pflegestufe, Pflegetaxe, Hotellerie- und Betreuungs­kosten) sowie definitive und vorübergehende Austritte (z.B. Spital­aufenthalte) muss uns der Leistungs­erbringer direkt melden.

Zur Kontrolle erhalten die Heim­bewohnerinnen und -bewohner oder deren Vertretung weiterhin bei jeder Änderung eine Mitteilung. Wird bei der Kontrolle festgestellt, dass die Heim­rechnung nicht mit der Mitteilung übereinstimmt, ist uns dies bitte mitzuteilen.