Damit berufliche Eingliederung gelingt

29. Nov 2017

Die missglückte berufliche Eingliederung von erkrankten, verunfallten oder handicapierten Mitarbeitenden hat schwerwiegende Folgen für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber. Dagegen hat der breit abgestützte Verein Compasso etwas unternommen: Arbeitgeber und Ärzteschaft setzen künftig auf dieses neue Instrument.

Compasso hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, dem Schweizerischen Arbeitgeberverband SAV und Ärztevereinigungen ein neues Instrument entwickelt, um damit die Eingliederungsrate weiter zu erhöhen: entstanden ist das webbasierte ressourcenorientierte Eingliederungsprofil REP, das sich am spezifischen Arbeitsumfeld orientiert und erstmals auch psychosoziale Aspekte berücksichtigt. Arbeitgeber und Ärzteschaft setzen künftig auf dieses neue Instrument.

Frühe Kommunikation entscheidet

In der Schweiz konnten in den letzten fünf Jahren dank dem gemeinsamen Engagement von IV, Arbeitgebern und weiteren Partnern alleine 94'000 Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung ihren Arbeitsplatz behalten oder einen neuen finden. Die Partner wollen dieses Engagement in Zukunft weiter verstärken. Entscheidend für eine Rückkehr an den bisherigen oder an einen angepassten Arbeitsplatz ist die frühe Kommunikation zwischen Betroffenen, Arbeitgebern und Ärzten.

In vier Schritten zum Erfolg

Als Basis des webbasierten ressourcenorientierten Eingliederungsprofils halten die Arbeitgeber online die Arbeitsplatzanforderungen fest. So entsteht ein detailliertes Eingliederungsprofil, das durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer unterzeichnet wird. Dieses Eingliederungsprofil nimmt der Mitarbeitende zum nächsten Arztbesuch mit. Die Ärztin bzw. der Arzt beurteilt dann, inwieweit es seiner Patientin oder seinem Patienten möglich ist, die Anforderungen zu erfüllen bzw. unter welchen Bedingungen und in welchem Ausmass eine Tätigkeit im Betrieb möglich ist. Durch diesen neuartigen Austausch zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Ärzteschaft kann die Leistungsfähigkeit des Mitarbeitenden so präzise eruiert werden, dass zusätzliche Möglichkeiten der beruflichen Eingliederung entstehen.


Beratung berufliche Integration