Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommen in ganz unterschiedlichen Situationen in Kontakt mit den Sozialversicherungen. Hier erhalten sie eine Übersicht.

Beitragspflicht

Analog zur Beitragspflicht des Arbeitgebers besteht auch für Arbeitnehmende nach Vollendung des 17. Altersjahres eine Beitragspflicht auf dem massgebenden Lohn. Die Hälfte der AHV/IV/EO-Beiträge (5,125%) und der ALV-Beiträge muss von den Arbeitnehmenden getragen werden.

Erwerbsausfallentschädigung

Die Erwerbsersatzordnung (EO) kompensiert den Verdienstausfall für die Zeit, die jemand im Militär-, Zivilschutz- oder Zivildienst verbringt. Während diesen und gewissen weiteren Dienstleistungen sorgt die Erwerbsersatzordnung für einen Lohnausgleich – die Erwerbsausfallentschädigung. Für die Geltendmachung muss die EO-Meldekarte bei der Ausgleichskasse des Arbeitgebers eingereicht werden.

Familienzulagen

Der Anspruch auf Familienzulagen besteht für Kinder bis zum vollendeten 16. Altersjahr oder bis zum vollendeten 25. Altersjahr bei Kindern in Ausbildung. Dieser Anspruch kann direkt beim Arbeitgeber geltend gemacht werden.

Individuelle Prämienverbilligung

Personen in bescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen haben Anrecht auf Prämienverbilligungen (IPV). So kann gezielt die Belastung durch die Prämien der obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemindert werden. Der provisorische Anspruch kann über den Online-Rechner berechnet werden.

Leistungen der IV bei eingeschränkter Erwerbsfähigkeit

Personen, die wegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit ganz oder teilweise in ihrer Erwerbstätigkeit eingeschränkt sind, haben in der Regel einen Anspruch auf Leistungen der IV.

Anspruchsberechtigte Personen werden von der Invalidenversicherung bei der Eingliederung/Wiedereingliederung mit beruflichen Massnahmen (z.B. Arbeitsversuch, Arbeitserhalt, Arbeitsvermittlung) und Hilfsmitteln unterstützt. Ein Anspruch auf Rente besteht erst nach Prüfung der Eingliederungsmöglichkeiten.

Mutterschaftsentschädigung

Arbeitnehmerinnen, welche mindestens neun Monate vor der Geburt im Sinn des AHV-Gesetzes obligatorisch versichert und in dieser Zeit mindestens 5 Monate erwerbstätig waren, haben Anspruch auf eine Mutterschaftsentschädigung. Sie beträgt üblicherweise 80% des letzten AHV-pflichtigen Lohnes.

Pensionierung

Bei Erreichen des AHV-Alters entsteht ein Anspruch auf eine Altersrente, sofern mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge entrichtet worden sind. Zum für die Rentenberechnung massgebenden Erwerbseinkommen können Erziehungs- und Betreuungsgutschriften angerechnet werden.