Jede Person mit mindestens einem vollen Beitragsjahr hat Anspruch auf eine Altersrente. Das Rentenalter beträgt für Männer 65 Jahre und für Frauen 64 Jahre.
Im Rahmen des flexiblen Rentenalters kann der Bezug der Altersrente vorgezogen oder aufgeschoben werden.

Zusätzlich zur Altersrente besteht die Möglichkeit, eine Kinderrente zu beziehen. Der Anspruch besteht generell für Söhne und Töchter,

  • bis sie das 18. Altersjahr vollendet haben oder
  • bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr.


Für Pflegekinder gelten besondere Bestimmungen.

Die Ergänzungsleistungen (EL) zur AHV und IV helfen, wenn die Einnahmen die minimalen Lebenskosten nicht decken – also dann, wenn die Ausgaben höher sind als die Einnahmen. Sie werden an Rentnerinnen und Rentner der AHV oder der IV ausbezahlt. Sie sollen – zusammen mit anderen Leistungen – den Existenzbedarf decken.

Die EL beinhalten zwei finanzielle Beiträge:

  • jährliche Leistungen, die monatlich ausbezahlt werden
  • Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (einmalige Zahlungen)

Jährliche Ergänzungsleistungen (EL)

Krankheitskosten

Hilflos ist, wer für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und dauernde Pflege oder persönliche Überwachung benötigt. Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten oder Ergänzungsleistungen der AHV erhalten Hilflosenentschädigungen, vorausgesetzt

  • sie sind in leichtem, mittlerem oder schwerem Grade hilflos,
  • die Hilflosigkeit hat ununterbrochen mindestens ein Jahr gedauert und
  • es besteht kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung der obligatorischen Unfallversicherung oder der Militärversicherung.


Neben der Hilflosenentschädigung haben Altersrentnerinnen und –rentner auch Anspruch auf Beiträge an verschiedene Hilfsmittel wie Hörgeräte, Lupenbrillen oder Rollstühle. Die Ausgleichskassen und die Pro Senectute sind verantwortlich für die Abgabe oder die Vergütung der Kosten von Hilfsmitteln.

Für Pensionierte, die weiter erwerbstätig sind, besteht auch die AHV/IV/EO Beitragspflicht weiter. Es gilt ein Freibetrag von CHF 1400 im Monat oder CHF 16’800 pro Jahr, auf den keine Beiträge entrichtet werden müssen.

Wer Leistungen der AHV erhält, ist verpflichtet, allfällige Änderungen in der persönlichen Situation (Adressänderung, Scheidung, Todesfall) mitzuteilen. Ein Verletzen der Meldepflicht kann hohe Rückzahlungen bewirken.